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2009-09-03 19:04:17
Rapid blamiert Aston Villa
von Jürgen (keine Schule) , RedakteurIn bei Gonzo
Noch vor dem Schlager Aston Villa gegen Rapid, schaffte Sturm Graz (Daheim 1:1) gegen Metallist Charkow einen 1:0 Erfolg. Austria musste nach einem 2:2 gegen Metalurh Donzek in die Verlängerung und schaffte dank eines Freistosstores des eingewechselten Sulimani in der 115 Minute den Siegestreffer zum 3:2. Damit waren nun drei Mannschaften in der Gruppenphase der UEFA Europa League. Sturm, Austria und Salzburg, die in der Qualifikation zur Königsklasse gegen Macabi Haifa scheiterten.

Um halb neun war ich im Pub und bestellte mir mein erstes Bier. Es waren schon einige Rapidfans hier versammelt und sie alle hofften auf die große Sensation ihrer Mannschaft: Den Sieg über Aston Villa und der Einzug in die Gruppenphase.
Das Spiel begann pünktlich auf die Minute und mein Bier war gleich nach den ersten fünf Minuten leer. Diese waren relativ ausgeglichen. Die Engländer konnten ihre Klasse nicht Unterbeweis stellen.
Als ich dann mein zweites Bier bekam, begann Aston Villa den Druck zu erhöhen, doch Rapid konnte dagegen halten und dennoch es kam in der siebten Minute zur ersten großen Chance für die Engländer. Allerdings blieb diese ungenützt. Rapid kam daraufhin besser ins Spiel und man merkte das die Partie ausgeglichen war. Sehr ansehnlich, dachte ich mir. Trotzdem war Aston Villa klar stärker, dominierte das Spiel und hatte mehr Ballbesitz. Die Wiener hielten dennoch gut dagegen und zeigten keinen Respekt.
In der 14 Minute kam Rapid zu einem guten Konter, den sie genial mit guten und präzisen Pässen nach vorne Trieben, bis in den Strafraum. Dort war dann schließlich das Aus für den Angriff. Es blieb weiter beim 0:0 bis zur 19 Minute. Nach einem foul setzte Hoffmann den Ball knapp über die Latte.
Der Druck der Britten wurde größer und in der dreißigsten Minute kam es nach einem angeblichen fouls von Dober zum Elfer. Anscheinend hatte der Schiri keine Augen im Kopf. Mit der Ansicht war ich nicht alleine. Im ganzen Pub hörte man Pfiffe und Fluche. Die Leute waren wütend. Allerdings kam gleich darauf der große Jubel. Payer konnte den schlecht angetragenen Schuss ohne Probleme halten.
Fünf Minuten später gab es ein böses foul an Dober. Kein Pfiff. Und ich bestellte mir mein nächstes Bier um irgendwie die englische Brutalität runter zu schlucken. Wenig später entschied der Unparteiisch wieder auf ein Foul im Strafraum. Nicht für Rapid. Gegen Grün-Weis. Der zweite Elfmeter in nur acht Minuten für Aston Villa. Etwas seltsam.
Helge Payer entschied sich zwar für das richtige Eck, doch der Ball war viel zu scharf angetragen. Und genau ins Eck. Unhaltbar. 1:0 für Aston Villa.
Rapid wachte auf und spielte bis zur Pause stärker. Aber ohne Erfolg und so mussten die Wiener mit einem Rückstand in die Pause, die ich zum pissen, rauchen und zum saufen benützte. Und um mir ein neues Bier zu bestellen.
Die zweite Hälfte des Spiels begann mit einem starken und vor Motivation strotzenden Aston Villa Teams. Sie spielten sich eine Chance nach der anderen heraus und setzten die Rapid Abwehr ordentlich unter Druck. Bis zur 52 Minute. Die Engländer erhöhten durch ein wunderschönes Tor auf 2:0. Alles schien gegen Rapid zu sein. Durch die Einwechslung von Maierhofer zu Unterstützung von Jelavic kam wieder frischer Wind in die Mannschaft. Und gleich zu beginn der Rapidviertelstunde brachte der Kroate den Ball irgendwie mit seinem rechten Fuß ins Tor. Im Pub brach ein rießen Jubel aus und Aston Villa konnte den Druck nicht mehr standhalten. Die Engländer waren am Ende. Sie waren ungefährlich und konnten trotz der vier Minuten Verlängerung die Schande nicht mehr abwehren.
Am Ende gewann zwar Aston Villa die Partie mit 2:1, doch Rapid gewann in Wien mit 1:0 und sorgte somit für die große Sensation. Zum ersten Mal in der Geschichte des Fußballs schied eine englische Mannschaft gegen ein Team aus dem Fußballzwergenland Österreich im Europacup aus. Und im Pub wurde noch lange gefeiert mit Rufen wie: „Hier regiert der SCR!“
Oder einfach nur: „RAPID!“